#73 - Feng Shui, Japandi & Wabi-Sabi: Was steckt WIRKLICH hinter diesen Wohntrends?

Shownotes

Warum fühlen wir uns in manchen Räumen sofort wohl, während andere trotz hochwertiger Möbel irgendwie ungemütlich wirken? Und was haben Feng Shui, Japandi, Wabi-Sabi, Hygge und mediterranes Design eigentlich gemeinsam?

In dieser Folge von Printteriors spricht Caro mit Denise Lang, Unternehmerin und CEO der Lang & Lang Gruppe, über die faszinierende Welt internationaler Wohn- und Designphilosophien.

Gemeinsam nehmen sie dich mit auf eine gestalterische Weltreise und zeigen, wie stark unsere kulturelle Herkunft, unsere Lebensgewohnheiten und unsere persönlichen Werte beeinflussen, wie wir Räume gestalten und wahrnehmen.

Den Anfang macht Feng Shui, eine traditionelle chinesische Gestaltungslehre, bei der Harmonie, die bewusste Anordnung von Möbeln und der Energiefluss innerhalb eines Raumes im Mittelpunkt stehen.

Anschließend geht es nach Japan und Skandinavien. Wabi-Sabi steht für die Schönheit des Unvollkommenen, während Japandi japanische Schlichtheit mit skandinavischer Gemütlichkeit verbindet. Auch Hygge und Lagom zeigen, wie natürliche Materialien, angenehme Textilien und eine reduzierte Gestaltung eine besondere Wohnatmosphäre schaffen können.

Ganz anders präsentieren sich mediterrane und orientalische Einrichtungsstile. Hier spielen kräftigere Farben, traditionelle Muster, Ornamente, Mosaike und warme Materialien eine wichtige Rolle.

Doch wie lassen sich diese unterschiedlichen Designphilosophien in modernen Wohnräumen, Hotels oder gewerblichen Projekten tatsächlich umsetzen?

Denise erklärt, welche Möglichkeiten der individuelle Digitaldruck bietet und wie sich beispielsweise Holzstrukturen, Fliesenmuster oder dekorative Oberflächen auf Materialien wie Glas, Tapeten oder Aluminium-Verbundplatten übertragen lassen.

Dabei geht es nicht nur um Ästhetik, sondern auch um Funktionalität, Brandschutz, Akustik und die Anforderungen unterschiedlicher Räume.

Zum Abschluss gibt Denise praktische Tipps, wie du deinen persönlichen Einrichtungsstil findest und mit Inspirationen, Visualisierungen und Moodboards Schritt für Schritt dein individuelles Wohnkonzept entwickelst.

⏱️ 3. Timestamps

00:00 – Intro: Feng Shui, Japandi, Wabi-Sabi und Hygge 01:06 – Denise Lang und die Lang & Lang Gruppe 02:01 – Wie verschiedene Kulturen unsere Raumgestaltung beeinflussen 04:06 – Feng Shui: Was steckt hinter der chinesischen Philosophie? 04:43 – Harmonie, Energiefluss und bewusste Raumgestaltung 07:07 – Wabi-Sabi und Japandi: Japanische Designphilosophien 08:32 – Hygge und Lagom: Skandinavische Gemütlichkeit 09:36 – Mediterranes und orientalisches Interior Design 10:18 – Farben, Muster und Materialien verschiedener Kulturen 11:57 – Was alle Designphilosophien gemeinsam haben 13:28 – Wie lassen sich Wohnphilosophien mit Digitaldruck umsetzen? 14:19 – Welche Oberflächen und Materialien eignen sich für welche Räume? 16:37 – Individuelle Gestaltung mit bedruckten Fliesen- und Holzoptiken 17:08 – Kann man unterschiedliche Einrichtungsstile kombinieren? 18:31 – Die häufigsten Fehler bei der Raumgestaltung 18:58 – Warum KI-Designs und Pinterest-Bilder nicht immer umsetzbar sind 21:21 – Warum ein durchdachtes Gesamtkonzept entscheidend ist 21:50 – Wie findest du deinen persönlichen Einrichtungsstil? 22:36 – Inspiration sammeln und die eigenen Wohnbedürfnisse erkennen 24:48 – Moodboards und Materialmuster für die konkrete Umsetzung 25:09 – Beratung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten 26:32 – Fazit: Finde die Wohnphilosophie, die wirklich zu dir passt

🎧 6. Fazit der Folge

Feng Shui, Japandi, Wabi-Sabi, Hygge oder mediterranes Design – hinter jedem dieser Einrichtungsstile steckt weit mehr als eine bestimmte Farbpalette oder die Auswahl passender Möbel.

Jede Designphilosophie ist von kulturellen Werten, Traditionen, Lebensgewohnheiten und dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umgebung geprägt.

Während Feng Shui die bewusste Gestaltung harmonischer Räume in den Mittelpunkt stellt, konzentrieren sich japanische und skandinavische Wohnstile häufig auf Natürlichkeit, Reduktion und Gemütlichkeit. Mediterrane und orientalische Konzepte setzen dagegen oft auf lebendige Farben, traditionelle Muster und ausdrucksstarke Materialien.

Deshalb empfiehlt Denise, zunächst die eigenen Bedürfnisse, Vorlieben und Werte zu hinterfragen. Inspirationen, Moodboards und Materialmuster helfen anschließend dabei, daraus ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln.

Die zentrale Botschaft dieser Folge: Der schönste Einrichtungsstil ist nicht unbedingt der, der gerade im Trend liegt. Es ist der Stil, der zu deiner Persönlichkeit passt und dir das Gefühl gibt, wirklich zu Hause zu sein.

📌 Links & Kontakt: ✅ Design4living - Website ✅ 360 Decoro - Website ✅ Lang+Lang Group - Website ✅ Design4living - Instagram🎧 Fazit der Folge

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen im Printierius Podcast.

00:00:03: Der Podcast, der deine Räume mit Persönlichkeit füllt!

00:00:06: Mein Name ist Karo ich bin wie immer dein Host und heute sprechen wir über das Thema Feng Shui, Japandi, Wabi Sabi und Hücke.

00:00:15: Diese Begriffe begegnen uns ja immer mal wieder in so Einrichtungsmagazin vielleicht auch in so Möbelhäusern auf Instagram was auch immer.

00:00:24: aber ich glaube die wenigsten wissen was überhaupt dahinter steckt und dass es ja wirklich eine echte Philosophie ist und nicht einfach nur ein schöner Name für einen Einrichtungsstil.

00:00:33: Und deswegen machen wir heute so eine kleine Weltreise mit euch durch diese Designphilosophien, und schauen einfach mal welche Kulturen sich hinter diesen Räumen auch verstecken und vor allem auch wie sich das Ganze auch mit individuellen Oberflächen ganz einfach umsetzen lässt.

00:00:49: Und wer könnte besser darüber berichten als unsere Expertin Denise Lang?

00:00:53: Ihr kennt sie schon!

00:00:54: Sie isst Unternehmerin und sie oder lang und lang Gruppe.

00:00:57: herzlich willkommen liebe Denise.

00:00:58: ich freue mich sich auf diese Folge.

00:01:03: Hallo Caro, hallo liebe Zuhörer!

00:01:05: Ja ein sehr interessantes Thema hast du da heute für uns vorgeschlagen.

00:01:12: ja vielleicht nur ganz kurz noch zu mir vorweg für alle die heute zum ersten mal bei uns mit dabei sind im Podcast mein Name ist Denise Langkoma aus Oberösterreich genau gesagt aus Leonding Berlin und führe jetzt in dritter Generation schon unseren Familienbetrieb.

00:01:29: Und ja, was tun wir?

00:01:30: Wir drucken digital auf Oberflächen und können Räume komplett individualisiert anbieten.

00:01:36: Das ist egal ob das jetzt das private Zuhause ist oder eben Hotelzimmer sind oder Projekte im Gesundheitsbereich.

00:01:43: also es geht sehr weit von klein bis groß.

00:01:47: und diese Kulturen oder diese Wohnphilosophien so wie du schon gesagt hast die sehen uns natürlich auch schon das ein oder andere mal bei unseren Projekten begegnet.

00:01:57: Ja, da sprichst du natürlich auch ein gutes Thema an und zwar hast ja auch schon wirklich viele Projekte für internationale Kunden umgesetzt.

00:02:07: Und merkst du dass Menschen aus verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Vorstellungen von einem schönen Raum haben oder ist das eigentlich meistens gleich?

00:02:22: Die kulturellen Prägungen, die beeinflussen natürlich die Gestaltung ganz deutlich.

00:02:26: Das fängt von der Anordnung der Räume an oder auch von der Größe der Röme.

00:02:34: wie viel Wert wird einer Küche zum Beispiel beigemessen?

00:02:39: Wenn man jetzt den arabischen Raum geht ist die Küche oftmals abgeschlossen und nicht mit den anderen Räumlichkeiten verbunden bis jetzt eher in Europa gerade in unserem Bereich.

00:02:50: da geht da trennt bei den Bauten hier ganz stark in Richtung offene Wohnräume.

00:02:56: Das ist, sag ich jetzt mal ein Beispiel mit dem sicherlich viele was anfangen können und so merkt man natürlich auch dann verschiedene Vorlieben beim Farben, beim Materialien, beim Mustern.

00:03:08: Natürlich spielt auch immer das Klima die Architektur Lebensgewohnheiten der verschiedenen Kulturen eine Rolle.

00:03:15: Man braucht beispielsweise nur Schauen in den ganzen arabischen Räumlichkeiten wie Großteilweise die Fenster sind, also sehr oft sind sie eben ganz klein.

00:03:22: Warum dann mit dem die Hitze nicht so stark reinkommt?

00:03:28: Gehe ich jetzt eher wieder in nördlichere Richtungen oder andere Kulturen.

00:03:34: Da können wir uns vor Glas kommen und retten, sage ich jetzt mal in der Architektur, in den Toweren mittlerweile, in großen Städten im arabischen Raum natürlich auch aber... Sagen wir so jetzt von den klassischen Wohnhäusern her, ist auch das sicherlich was man sehr erkannt und es fällt glaube ich auch jeden auf.

00:03:52: Wenn man durch die Weltgeschichte fährt egal ob beruflich oder privat, man sieht einfach dass diese Gestaltungen anders sind und das hat schon noch natürlich einen starken kulturellen Bezug.

00:04:02: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.

00:04:04: Lass uns doch gerne mal wirklich durch diese Weltreise gehen und durch verschiedene Designphilosophien.

00:04:11: Ich würde sagen wir fangen einfach mal so ein bisschen mit Feng Shui an.

00:04:13: Feng Shuis ist glaube ich so ein Begriff den hat jeder Mal gehört.

00:04:16: Jeder hat bestimmt mal gehört.

00:04:17: Feng shui das kommt bestimmt irgendwie aus Japan oder so und da geht es um verschiedene Dinge wie man den Raum eben einrichtet.

00:04:27: Und jetzt frage ich dich natürlich erstmal Was ist Fängschuh überhaupt?

00:04:32: Und was davon ist wirklich praxisrelevant, also was davon lässt sich wirklich auch umsetzen.

00:04:39: Also ich glaube zuerst mal ist Ursprung glaube ich nicht in Japan daheim sondern in China.

00:04:45: Ich glaub das macht für den Ein oder anderen sicherlich auch einen wesentlichen Unterschied und am Ende des Tages geht es glaube ich da so ein bisschen um einfach harmonische Gestaltung von Lebensräumen.

00:04:54: Ich glaube das zentrale Konzept ist immer das eigene Gis dieser Energieflust der quasi harmonisch sein soll konsequent fließen muss.

00:05:03: Ich glaube auch, dass die fünf Elemente ganz wesentlich sind in dieser Philosophie.

00:05:10: also sprich Holz gehört sicher dazu Feuer Erde Metallwasser ja und dann all diejenigen die sich damit im Detail natürlich befassen wissen das es eine Auswirkung hat auf die Möbelanordnung auf Raumaufteilungen natürlich auch Farben und Materialien.

00:05:30: Ich glaube, vielleicht ist auch eine gewisse Ordnung gar nicht so unwichtig in dieser Philosophie.

00:05:40: Aber am Ende des Tages bedeutet es für uns einfach, dass wir Räume bewusst gestalten und die Wirkung von diesen Räumlichkeiten auf den Menschen hinterfragen sollten.

00:05:56: Würde ich immer meinen, einfach die Quintessenz daraus für jeden der Gestaltete, egal ob man jetzt Interior Designer ist oder Hotelentwickler.

00:06:04: Oder sage ich erst mal privat, irgendwie sein Zuhauseplan am Ende des Tages.

00:06:11: Sollten wir immer wissen wer ist meine Zielgruppe?

00:06:15: Wer wohnt da?

00:06:16: Was erwarte ich mir?

00:06:17: Was soll dieser Gast oder was möchte ich selber in diesem Raum erleben runterkommen, oder ist es eben ein Fitnessstudio?

00:06:26: Oder sage ich jetzt mal das Arbeitszimmer.

00:06:30: Das sind ja alles ganz verschiedene Verwendungszwecke von diesen Räumlichkeiten und da gehört natürlich dann auch die Funktion rein, die ich mir erwarte.

00:06:42: Ganz wichtig also auch die richtigen Oberflächen auswählen, die richtige Farben, die richtige Anordnung oder die richtige Symbiose mit Möbelnampen usw.. würde ich sagen, zieht sich dann von ganz vorne bis ganz hinten.

00:06:59: Von oben bis unten.

00:07:01: soll es einfach stimmig sein?

00:07:04: Ja auf jeden Fall!

00:07:05: Auf jeden Fall und es gibt ja wirklich ganz viele verschiedene Designphilosophien.

00:07:11: Wir können ja nur mal kurz darauf eingehen.

00:07:14: Es gibt jetzt zum Beispiel auch so aus Japan, diesmal wirklich aus Japan Wabi Sabi und Japandi Und dieses Wabi-Sabi, da hat vielleicht der eine oder andere auch schon mal ein bisschen was davon gehört.

00:07:27: Das ist die Schönheit des Unvollkommenen.

00:07:32: also zum Beispiel unbehandeltes Holz müssen vielleicht auch mal rauere Oberflächen kein Gold keine glatten Flächen.

00:07:42: das ist auch wirklich super super schön und dieses Japan verbindet ja auch Japan mit Skandinavien.

00:07:49: Also auch hier wieder gedeckte Farben.

00:07:53: Nichts Großpompöses, wie zum Beispiel mit Gold oder Marmor oder sonst irgendwas da sind wir ganz weit von weg sondern hier wirklich sehr Naturtöne natürliche Materialien und eben gemütlich, sehr gemütliche auch dann wenn wir bei Skandinavien so ein bisschen bleiben gibt es ja auch noch Hüggel und Lagom.

00:08:17: Da geht es ja auch, Denise korrigiert mich wenn ich falsch liege bei diesem Hückel.

00:08:21: Extrem viel um dieses gemütliche.

00:08:24: Also hell groß und gemütlich.

00:08:28: Genau also einfach glaube ich dieses helle Holz ist in diesen Prinzipien glaube ich einfach stark prägnant.

00:08:35: natürliche Textilien noch dazu welche Materialien angenehme haptik Also überall dort, wo man einfach gerne die Zeit verbringt.

00:08:43: Und es gibt ja jeder einen ganz bekannten Möbel-Riesen auf der Welt namens IKEA.

00:08:49: Ich glaube den kennt auch jeder und wenn man einfach da so ein bisschen die Werte auch verwendet mit denen die Verben in ihren Auftritt dann ist das eben auch genau das.

00:09:01: Ja Sie haben natürlich auch das Portfolio jetzt in Richtung dunklere Oberflächen ergänzt, um halt einfach wettbewerbsfähig zu sein auf internationaler Ebene.

00:09:09: Aber am Ende des Tages ändert sich an der Werthaltung nichts.

00:09:13: Ja,

00:09:17: auf jeden Fall!

00:09:18: Wenn wir jetzt aber mal so ein bisschen in den Süd gehen, Denise – ich sag mal mediterranorientalisch – dann sieht es ja... ganz anders aus.

00:09:27: Also wirklich ganz anders!

00:09:29: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, ich meine Denise du hast selber in einem arabischen Land mal gewohnt.

00:09:35: Du weißt wie es ist, du kennst vor allem diese Muster sehr gut und ich fand es übrigens auch spannend was du vorher mit den Fenster gesagt hast.

00:09:44: das war mir so auch noch nicht bewusst aber klar macht natürlich unfassbar viel Sinn.

00:09:49: Sag doch mal ein paar Sätze dazu, wie sich das unterscheidet zum Beispiel diesem skandinavischen Stil.

00:09:58: Ja sagen wir orientalisch da ist man natürlich irgendwo und denkt vielleicht an Marokko an tausend und eine Nacht an die Wüste und dann ist man automatisch gleich viel punter unterwegs.

00:10:12: Man hat auch gefühlt mehr Mut zu Farben und Mustern.

00:10:17: ich sage mal so rot kommt sehr oft vor Dunkelbrauen, Olivegrün.

00:10:25: Also eher diese ganz warmen Natuertöne in dunkleren Stil im mediterranen Bereich.

00:10:32: Ich glaube jeder war schon mal irgendwie in Südspanien oder Portugal unterwegs und auch Italien hat ganz viel mit diesen bemalten Fliesen damals gemacht, in Portugiesisch nennen sie es Azulejos und haben die dann z.B.

00:10:48: nur weiß-blau angemalt.

00:10:50: aber so ist es halt dann in Südspanien wieder anders, in Südtalen wieder anders.

00:10:56: man bringt immer wieder mal dieses Zitronengelb mit dazu.

00:11:00: also es ist einfach man merkt von dieser Lebensfreude oder von diesen offenen Lebenskulturen ganz klar diesen Einschlag auch aufs Design.

00:11:11: Das sind dann Ornamente, das sind Mosaike.

00:11:13: Das sind möglicherweise eben einmal diese Gold- und Bronze- oder Messingakzente.

00:11:21: Ja auch glaube ich dass Handwerker als solches oder traditionelle Muster sind da sehr oft Inspirationsquellen in dem Sinn.

00:11:29: also man merkt einfach diese Emotionen oder diese Lebendigkeit merkt man einfach viel stärker wie im Norden.

00:11:37: Ja, auf jeden Fall.

00:11:40: Denis, was haben denn alle diese Designphilosophien gemeinsam?

00:11:48: Und was geht's am Ende des Tages?

00:11:50: Irgendwo steht heute einfach der Mensch mit seiner Werte im Mittelpunkt und die unterscheiden sich halt einfach quasi auf der Welt.

00:11:58: Ich glaube aber am Ende des Tages geht es immer um das gewisse Wohlfühlen, um das Wohlbefinden.

00:12:03: Man merkt trotzdem auch dass die Natur so unterschiedlich wie sie auch ist über die verschiedenen Länder und Kontinente einfach an den zentrale Rolle spielt, die man in der Inspiration auch die Wahrnehmung von Licht sage ich jetzt mal sicherlich kein Geheimnis, das haben Sie wahrscheinlich auch irgendwo ein bisschen gemeinsam.

00:12:25: Und Edes, was wir vielleicht ganz am Anfang schon gesagt haben.

00:12:28: Es geht einfach um eine bewusste Gestaltung und eben weniger um eine zufällige Einrichtung.

00:12:36: Also man macht gewisse Gestaltungen ja aus einem Grund.

00:12:42: Das zieht sich sicherlich durch alle Philosophien, egal jetzt was dieser Grund ist oder wo es herkommt Es wird diese kulturelle Identität durch die Räume dann sichtbar.

00:12:54: Aber warum das gemacht wird und welche Philosophie oder Kultur dahinter steht, ist am Ende des Tages für das Endegebnis nicht relevante.

00:13:08: Ja, auf jeden Fall.

00:13:09: Auf jeden Fall!

00:13:10: Was mich jetzt natürlich noch interessiert ist es ja jetzt egal von welcher Philosophie wir sprechen ob das jetzt Feng Shui oder vielleicht irgendwie was Mediterranes oder ob dass jetzt Wabi Sabi ist.

00:13:21: aber wie übersetzt man denn so eine Philosophies die ja für irgendetwas steht?

00:13:26: Im Printdesign oder im Printdruck im Digitaldruck warte mal im digital Druck auf verschiedene Materialien oder wie auch auf mein Zuhause.

00:13:42: Wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich möchte vielleicht meine ganze Wohnung im Privatbereich orientalisch einrichten und das irgendwie überall übersetzen oder mein Haus oder was auch immer... Wie kriege ich es mit Digitaldruck hin?

00:13:58: Ich glaube ganz wichtig ist einmal dass man zuerst die Philosophie versteht um was es geht oder welchen Geschmack oder welche Geschichte man erzählen muss.

00:14:09: dann muss ich wissen, wo soll das ganze stattfinden.

00:14:13: Also mit Wo meine Ich?

00:14:14: Wo im Haus?

00:14:15: Wo in Gebäude ist es jetzt im Zimmer?

00:14:18: Ist es jetzt in Bad?

00:14:20: Da habe ich ja überall ganz andere Ansprüche.

00:14:23: oder ist es in einem Meetingraum, wo mir die Akustik wichtig ist?

00:14:26: also das darf man nicht vergessen.

00:14:27: Es ist ja ganz wichtig dass man auch dann weiß wo kommt das hin?

00:14:32: weil natürlich sage ich erst mal, je nachdem wo es einfach ganz andere Materialien zur Verfügung stehen damit das Ganze auch praktikabel in der Umsetzung ist.

00:14:43: Ich kann natürlich, sag' ich mal großflächig mit Wänden sicherlich viel mit Tapeten arbeiten.

00:14:50: Sollt mir halt dann aber überlegen wenn ich jetzt an den Nassbereiche reingehe dass wahrscheinlich diese Oberfläche nicht mehr ideal ist sondern da muss sich dann eher auf Glas oder bedruckte alle Verbundplatten ausweichen.

00:15:02: Umgekehrterweise im Bürobereich ist natürlich die Akustik ein Thema oder Restaurants auch sehr oft.

00:15:09: Überall dort wo viele Menschen zusammenkommen, ist das unerlässlich sich darüber rechtzeitig Gedanken zu machen und dann muss ich natürlich schauen je nach dem mit welcher Philosophie ich arbeiten möchte oder welche Einflüsse mich prägen.

00:15:25: was passt dann wo zusammen?

00:15:27: vielleicht passt mir sag ich jetzt mal die glatte Glasoberfläche, aber nicht in mein Feng Shui oder in meinen Japan, die reinweilig eben eher Naturprodukte haben möchte.

00:15:41: Andererseits muss man halt dann überlegen... ...oder in Kauf nehmen dass vielleicht das eine oder andere nichts umsetzbar ist wenn ich eben dann kein Material habe, ob das zu dieser ganzen Sache passt.

00:15:54: sehr oft drücken wir dann Holzstrukturen auf der Tapete oder Holzstruktur auf einer Passer-Zementplatte um den Charakter beispielsweise erhalten zu lassen, aber aus praktikabler Sicht wenn ich jetzt auch klasse Brandschutz brauche ist natürlich eine Holzplatte das falsche Material.

00:16:11: Und so kann man sich natürlich dann schon ein bisschen spielen.

00:16:15: Ich muss auch nicht immer jetzt gedruckte Fliesen überall an die Wand bringen, ich kann einfach den Fliesencharakter auf eine Platte aufdrucken damit ich einfach von der Handhabung her schneller bin oder eben auch keine Wartungsfugen habe in dieser Anzahl sondern vielleicht nur eine Fube unten irgendwo hab.

00:16:34: ja Also das sind ganz viele verschiedene Möglichkeiten.

00:16:38: aber das wichtigste vorneweg ist einfach einmal zu schauen Was man denn schlussendlich umsetzen möchte und wo?

00:16:47: Glaubst du, man kann auch irgendwie verschiedene Stile mischen?

00:16:54: Schwierig zu sagen.

00:16:55: Man kann es vielleicht ein bisschen kombinieren gerade die von der Stilrichtung her halt vielleicht ähnlich sind.

00:17:02: also sag ich immer man kann sicher nicht wenn man nach einer norwegischen Art und Weise einrichtet da nur die eine oder andere Elemente vom Feng Shui beispielsweise mit einbringen.

00:17:16: Was aber glaube ich schwierig ist, ist wenn jetzt Norwege schon mediterran in einem Raum kombinieren.

00:17:21: Das stellen wir als eher wieder schwierig vor.

00:17:25: was wir natürlich schon gemacht haben ist ja gerade im Hotelbereich wird er sehr oft quasi zum Thema Storytelling umgesetzt verschiedene Raumtypen Zimmerkategorien oder verschiedene Stockwerke verwendet, um eben einfach durch zu wechseln.

00:17:43: Oder einfach Themenzimmer zu haben und da kann ich natürlich schon in einem Haus natürlich verschiedene Zimmer in verschiedenen Stilen dann anbieten.

00:17:53: Das kann man natürlich sehr wohl machen.

00:17:55: es ist halt nur eine Frage wie verkaufe ich das dann als Gesamtgeschichte?

00:18:00: Ist das dann quasi... das Hotel für alle Welt, oder was ist da genau mein Claim?

00:18:08: Oder meine Botschaft daraus.

00:18:10: Weil es muss dann schon in sich wieder stimmig sein.

00:18:13: Denise, was denkst du denn so?

00:18:14: der typische Fehler also wenn ich jetzt sage okay ich nehme jetzt das Beispiel Feng Shui.

00:18:18: Ich möchte um eine Wohnung nach Feng Shuhi einrichten oder wir lassen uns vielleicht bei dem Thema orientalisch bleiben.

00:18:24: Das ist vielleicht sogar noch ein bisschen besser.

00:18:29: Wenn ich so ein Design übernehmen möchte, wann ist es nur Inspiration und wann ist das zu überladen?

00:18:38: Ich glaube am Ende des Tages muss das jeder für sich selbst entscheiden.

00:18:42: Fehler die einfach sehr häufig passieren ist quasi vorne weg.

00:18:46: ja sehr oft lässt man sich jetzt mittlerweile mit KI behelfen und einfach Räume designen oder Wenderings machen.

00:18:57: Dann kriegen wir das beispielsweise geschickt und dann heißt es ja unseres Ausschauen.

00:19:02: Und so funktioniert's halt meistens doch nicht ganz, weil einfach die KI ist schon toll, sag ich jetzt mal.

00:19:10: Das sind auch Inspirationen über Pinterest oder über das was man selbst auf Reisen mitnimmt.

00:19:17: Ist alles super!

00:19:18: Am Ende des Tages muss man sich nur dann mit der Umsetzbarkeit rechtzeitig auseinandersetzen und da passieren immer wieder sehr viele Fehler, Dinge da dargestellt hat, die am Ende des Tages halt so beispielsweise nicht verfügbar sind.

00:19:35: Da müssen wir oft dann sehr immer wieder mal trixen mit unseren bedruckten Geschichten damit dann eben diesen Sonderwünschen halt wieder gleich kommt kann man alles machen.

00:19:49: es ist immer nur eine Frage der Skaliberkeit.

00:19:52: Wenn ich das für einen Raum mache, lasse ich mich wahrscheinlich auf diese Spielereien noch ein.

00:19:56: Jetzt geht es mir jetzt dann um den Hotelzimmer und wird es wahrscheinlich etwas anders ausschauen.

00:20:04: Was immer schwierig ist, wenn man halt ganz, wenn wir trennt ja zwingen möchte, weil man einfach sagt, das gefällt mir gut und es schaut cool aus aber meines Tages passt's nicht zur Persönlichkeit oder zu eigenen oder eben zur Marke.

00:20:19: Das kommt auch immer wieder mal vor.

00:20:24: Und was natürlich immer schlecht ist, wenn es ganz viele verschiedene auffällige Oberflächen sind die nicht wirklich zusammen passen.

00:20:34: Das ist passiert oft weil man sagt jetzt mache ich mal diesen Bereich Wenn ich dann wieder ein bisschen mehr Zeit gelb was auch immer habe dann kümmere ich mich um das.

00:20:45: beim nächsten Mal mache ich das und da fehlt eigentlich irgendwo dieser rote Faden.

00:20:54: Pehlende rote Faden kann natürlich immer ein bisschen sein Stilbruch mit sich bringen.

00:21:01: Auf jeden Fall, auf jeden Fall hast du gerade auch wirklich gut angesprochen.

00:21:04: Man muss wirklich gucken dass es nicht zu überladen ist das man nicht irgendwelche Muster irgendwie... Ja, überall muss dahin packt sondern sollte dann schon irgendwie ein bisschen ausgeglichen sein und den Gesamtkonzept habe.

00:21:16: ich glaube das sagen wir ja hier auch immer.

00:21:19: Schon seit einem Jahr so oft dass man wirklich das als Gesamtkonzept sehen soll und nicht wirklich als einzelne Baustellen weil dann hat man halt einfach die Gefahr dass es danach irgendwie... zusammen gewürfelt aussieht und das möchte man natürlich nicht.

00:21:33: Das ist wirklich ein ganz, ganz großer Punkt!

00:21:35: Und Denise' letzte Frage zu diesem Thema ist... Was ist denn wenn jemand gerade diese Folge hört und sagt oh ja ich bin da nämlich auch gerade dran?

00:21:42: Ich möchte nämlich gerne meine Wohnung in Feng Shui, in Boho, in sonst irgendwas einrichten.

00:21:50: Ich weiß aber gar nicht wie ich anfangen soll.

00:21:53: was kann derjenige den tun?

00:21:57: Ganz kurz hier, Kat.

00:21:58: Ich will drauf eingehen mit dem Mutboard was du schon ganz oft gesagt hast und vielleicht dich erst mal so... Also darauf will ich dass du eingehst am besten.

00:22:09: Und dann natürlich das man sich

00:22:11: irgendwie

00:22:12: dazu holt.

00:22:13: Sorry!

00:22:15: Ja also ich glaube ich muss einmal ganz am Anfang festlegen was für ein Typ bin ich oder welche Philosophie passt überhaupt zu mir und mich einfach auch mal ein bisschen inspirieren lassen, egal ob ich dazu jetzt im Internet recherchiere oder selbst auf der Welt unterwegs bin und überall das Fotografier, was mir gefällt.

00:22:34: Oder sich einfach mal austauscht mit Freundenfamilien Und so weiter.

00:22:44: Ich glaube, da beginnt es einfach mal diese Inspirationen zu sammeln.

00:22:47: wie lebe ich grundsätzlich gemütlich ruhig inspirierend.

00:22:52: brauche ich einen gewissen Luxus?

00:22:53: oder was ist Luxus für mich?

00:22:55: in Wahrheit habe ich irgendwelche Lieblingsfarben gibt's irgendwelcher Länderkulturen die mich besonders faszinieren.

00:23:05: und das heißt jetzt nicht, dass man auf diese klassischen Klischees reduzieren muss.

00:23:09: Ja ich brauche es nicht.

00:23:10: wenn ich Japan-Fan bin ein Raum mit Latakir spült nur um mich sage ich jetzt mal ja also das heißt es dann in keinster Weise.

00:23:19: aber man erkennt einfach wenn man Bezug zu Japan hat natürlich einfach dieses Betrachten oder dieses Fokussieren auf das Wesentliche, auf reduziertere Oberflächen.

00:23:32: Man kann einfach beispielsweise dann die Farbe der Kirschblüten unterbringen oder ich stelle mir eine Vase rein, die eben speziell japanisch ist und der Rest ist eigentlich sehr dezent gehalten.

00:23:46: Also ich glaube Inspiration zu meinen sich mal ein bisschen zu überlegen, wo möchte ich was machen?

00:23:55: Nicht nur diese klassischen Bilder dann eben im Kopf haben.

00:23:58: Wo auch vielleicht auf die Klischees reduzieren oder angeleitet bin dazu, das zu reduzieren und wir können heute natürlich anbieten da weiterzuhelfen.

00:24:12: Man macht gerne dann am Anfang einfach mal Börvisalisierungen um einmal zu schauen in welche Richtung geht es?

00:24:18: in weiterer Folge ist dieses klassische Mutboard, so wie es der Designer auch nennt.

00:24:25: Vielleicht ein Thema wo man einfach mal verschiedene Materialien antrückt diese Dinge bemustert um einfach auch einmal ein bisschen was zum Greifen zu haben und nicht immer nur diese Visualisierungen am PC.

00:24:39: ja und so arbeitet man sich eigentlich durch und irgendwann wird dann ein schönes Konzept raus schauen das man dann auch jederzeit umsetzen kann.

00:24:48: Ja auf jeden Fall Auf jeden Fall.

00:24:51: Denise, hast du sehr schön gesagt?

00:24:52: Denise, danke für diese tollen Tipps heute!

00:24:55: Ich glaube wir konnten richtig viel mitgeben von verschiedenen Designphilosophien und heute wirklich einen Mehrwert mit geben.

00:25:02: Falls du da draußen gerade diese Folge hörst und sagst oh das ist super spannend ich wollte schon immer mal sowas machen ich weiß aber gar nicht so richtig wie ich anfangen soll und brauche so ein bisschen Hilfe dann haben jetzt natürlich was für dich.

00:25:12: und zwar haben wir wie immer von Denise und ihrem Team die ganzen Kontaktdaten hier in den Show Notes markiert dass die Web Das sind die Kontaktdaten, auch die Social-Media-Kanäle und der kannst du gerne einfach mal vorbeikommen.

00:25:24: Die ein bisschen Inspirationen holen und ansonsten natürlich auch immer gerne in Leon Ding mal im Showroom vorbei gehen, falls du natürlich in Österreich sein solltest.

00:25:33: Ansonsten wie gesagt bei Denise und ihrem Team kontaktieren und einfach mal ein kostenloses Beratungsgespräch ausmachen!

00:25:41: Und falls du diese Folge auf YouTube Streams natürlich ist hier in der Infobox alles für dich verlinkt.

00:25:45: Denise danke für diese tolle Folge und ich freue mich auf unsere nächsten!

00:25:50: Ja, super Karo.

00:25:51: Danke!

00:25:51: Ich kann nur allen mitgeben sich eben nicht zu fragen was ist jetzt gerade modern?

00:25:55: sondern immer mal ein bisschen in sich hineinzuhören Was tut mir gut?

00:25:58: Welche Atmosphäre welche Emotionen was brauche ich in meinem Leben?

00:26:02: und dann glaube ich findet sich auch für jeden selber so ein bissel die individuelle Philosophie.

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