#62 - Retail Design: Wie dein Store Kaufentscheidungen beeinflusst
Shownotes
Warum kaufen wir in manchen Stores mehr – obwohl wir eigentlich gar nichts kaufen wollten?
Ein erfolgreicher Verkaufsraum ist heute weit mehr als Regale, Produkte und eine Kasse. Gerade in Zeiten von Online-Shopping muss der stationäre Handel etwas bieten, das der Bildschirm nicht kann: ein echtes Erlebnis.
In dieser Episode des Printeriors Podcasts spricht Carolin Staab mit Denise Lang, CEO der Lang & Lang Gruppe, über Retail Design und die Frage, wie Print Design am Point of Sale unsere Kaufentscheidungen beeinflussen kann.*
Gemeinsam sprechen sie darüber, was ein wirkungsvolles Schaufenster ausmacht, wie eine Marke im Raum spürbar wird und warum Umkleidekabinen, Licht, Farben und kleine Details einen größeren Einfluss auf das Einkaufserlebnis haben können, als viele denken.
Außerdem geht es um saisonale Store-Konzepte, flexible Printlösungen, messbaren ROI und „Instagrammable Spots“, die aus einem Store gleichzeitig eine Content- und Marketingfläche machen können. Zum Abschluss gibt Denise drei konkrete Tipps, wie auch kleine Boutiquen mit begrenztem Budget ein starkes Retail-Konzept entwickeln können.
📌 Shownotes
In dieser Episode sprechen wir über:
🛍️ Warum ein Store heute mehr bieten muss als reine Funktionalität
👀 Welche Fehler Schaufenster schnell unattraktiv wirken lassen
🎨 Wie Farben, Bilder und Print Design eine Marke im Raum erlebbar machen
👗 Warum selbst Umkleidekabinen die Kaufentscheidung beeinflussen können
🔄 Wie Spannrahmen und Digital Signage saisonale Veränderungen erleichtern
📊 Wie sich der Erfolg eines Retail-Konzeptes messen lässt
📱 Warum Instagrammable Spots zu modernem Empfehlungsmarketing werden
💰 Wie kleine Boutiquen auch mit begrenztem Budget ein starkes Store-Konzept entwickeln können
⏱️ Timestamps
00:01 – Einführung und Vorstellung von Denise Lang 01:02 – Wie Retail Design Kaufentscheidungen beeinflusst 01:45 – Warum ein Store heute mehr als nur funktionieren muss 03:32 – Die größten Fehler bei der Schaufenstergestaltung 05:29 – Wie schnell muss ein Schaufenster Aufmerksamkeit erzeugen? 07:13 – In-Store Branding: Wie wird eine Marke im Raum spürbar? 09:39 – Kreative Ideen für Umkleidekabinen 11:21 – Warum Fitting Rooms die Kaufentscheidung beeinflussen können 13:27 – Kleine Details mit großer Wirkung 15:13 – Saisonales Retail Design richtig umsetzen 15:55 – Spannrahmen, Digital Signage und flexible Store-Konzepte 17:36 – Wie lässt sich der ROI von Store Design messen? 20:35 – Instagrammable Spots als Teil des Markenkonzepts 21:09 – Praxisbeispiel: Der Instagram-Spot eines Dubai-Friseurs 23:34 – Social Media als modernes Empfehlungsmarketing 25:02 – Retail Design mit kleinem Budget: Denises drei Tipps 27:47 – Beratung und Kontakt zu Lang & Lang 28:15 – Fazit und Verabschiedung
🌐 Mehr über Denise Lang & Lang & Lang
🏢 Denise Lang CEO der Lang & Lang Gruppe und Geschäftsführerin des Familienunternehmens in dritter Generation.
Lang & Lang produziert individuell digital bedruckte Oberflächen für unterschiedlichste Einsatzbereiche – unter anderem für Hotellerie, Bürowelten, Retail und private Räume.
📍 Showroom & Produktion: Leonding, Oberösterreich
Denise und ihr Team unterstützen bei der Konzeption und Umsetzung individueller Oberflächen- und Retail-Lösungen. Persönliche Vor-Ort-Termine sind ebenfalls möglich.
🎧 Fazit
Der stationäre Handel konkurriert heute nicht mehr nur mit dem Geschäft nebenan – sondern mit der gesamten Online-Welt.
Genau deshalb muss ein Store einen Grund liefern, überhaupt hineinzukommen und dort zu bleiben. Atmosphäre, Branding, Licht, Print Design und emotionale Details machen aus einem Verkaufsraum ein Erlebnis.
Und wer dabei zusätzlich Flächen schafft, die Kunden freiwillig fotografieren und auf Social Media teilen, verlängert das Store-Erlebnis weit über den Point of Sale hinaus. So wird gutes Retail Design nicht nur zum Verkaufsinstrument, sondern gleichzeitig zum Marketingkanal.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen im Printierius Podcast.
00:00:03: Der Podcast, der deine Räume mit Persönlichkeit füllt!
00:00:06: Mein Name ist Karo.
00:00:07: ich bin wie immer dein Host und ich freue mich riesig unsere Unternehmerin und CEO der langen Gruppe Denise lang wieder bei uns im Podcast begrüßen zu können.
00:00:15: ihr kennt sie schon Denise.
00:00:17: Ich freu mich riesigt dass du heute mit dabei bist.
00:00:21: Hallo Karo schön das wir uns hier wieder in dem Podcast Studio treffen und dass du mich wieder eingeladen hast.
00:00:29: Ich glaube es gibt vielleicht den ein oder anderen, der jetzt zum ersten Mal bei uns damit einsteigt.
00:00:33: für alle die mir noch nicht kennen mein Name ist Denise Lange komme aus Österreich hört man sicherlich auch ein bisschen am Dialekt führe ich jetzt in dritter Generation unseren Familienbetrieb.
00:00:42: wir produzieren digital bedruckte Oberflächen unter anderem für die Hotellerie für Bürowelten für den privaten Zuhause für ganz viele verschiedene Objekte.
00:00:54: Ja, ich glaube wir haben heute wieder ein sehr spannendes Thema mit.
00:00:58: Lass uns gerne jetzt mal vorstellen, darfst du Karo?
00:01:01: Wir sprechen heute über das Thema Retail Design und zwar wie Print-Design gerade am Point of Sale Kaufentscheidungen beeinflusst.
00:01:10: Wir haben hier in diesem Podcast ja auch schon so oft darüber gesprochen wie Design zum Beispiel Geschmack beeinflußt und heute eben geht es um Kaufprozesse und deswegen würde ich sagen fange ich mal direkt an Denise mit der ersten Frage und zwar, warum reicht das heute denn einfach nicht mehr aus?
00:01:27: Dass ein Store zum Beispiel einfach nur funktioniert.
00:01:32: Und was unterscheidet einen Ort an dem Menschen wirklich, ich sag mal verweilen wollen von einem richtigen Verkaufsraum also in einem Showroom?
00:01:44: Ja, warum reicht es nicht mehr?
00:01:45: Ich glaube man muss sich da sogar selber ein bisschen bei der Nase nehmen weil wie viele Leute gibt's schon ganz gemütlich von zu Hause aus auf der Couch Sorge ich erst mal gerne über Amazon bestellen oder auch Kleidung über diverse Online-Shops bestellen.
00:02:03: Es gibt einfach, sage ich mal neben der physischen realen Welt schon so viel was das Internet möglich macht und auch Social Media wo man einfach gut shoppen kann.
00:02:13: Das heißt, man muss irgendwas machen was die Leute dann noch gerne einkaufen lässt.
00:02:17: und das ist wenn ich jetzt da einfach nur an mich denke.
00:02:20: Einfach so ein bisschen Einkaufserlebnis unter Anführungszeichen dass man ja gerne hat warum geht man in der Geschäft?
00:02:27: Man möchte sich etwas anschauen, man möchte etwas greifen, man möcht was fühlen, vielleicht wenn es Kleidung ist oder Schuhe sind auch anziehen und probieren Und das mache ich doch am liebsten in einem Ambiente oder in einer Atmosphäre dann da dazu passt und nicht steril ist, nicht langweilig ist.
00:02:45: Weil dann kann ich problemlos auch von zu Hause einkaufen, sag' ich jetzt einfach mal so.
00:02:52: Man sieht das leider auch schon sehr oft in gewisse Städte, dass man so ein bisschen dieses Sterben der Shops hat einfach weil oft das Konzept fehlt.
00:03:03: Weil die Leute dann eben lieber online einkaufen.
00:03:06: also ich muss schon meinen Verkaufsraum einfach nicht gestalten vielleicht eine Marke entsprechend gestalten damit einfach der Kunde sich nicht nur wohlfühlt, sondern auch getriggert ist was zu kaufen und im besten Fall hat es sich auch wiederfindet und gerne wieder reinkommt.
00:03:24: Das ist eigentlich wahrscheinlich die Kerne Senster dabei?
00:03:31: Ja ich denke auch und ich denke dass das vielleicht viele auch unterschätzen, die vielleicht gerade ein Store haben Was gerade das Thema Showfenster angeht?
00:03:43: Also ich frage mal so, was macht denn ein Showfenstern wirklich wirkungsvoll.
00:03:49: Welche Fehler siehst du vielleicht in der Praxis auch am häufigsten?
00:03:53: Ich meine, du hast ja auch einen Showroom in Leondingen.
00:03:57: also keiner weiß besser als du, du weißt gar nicht, du hasst selber einen!
00:04:01: Aber was siehst Du denn für Fehler bei anderen?
00:04:04: Vielleicht gerade wenn man durch so Gassen geht... In so Altstätten gibt es ja alles kleine Showrooms.
00:04:09: jede kleine Boutique mit einem Schaufenster zeigt ja etwas oder soll ja, ich sag mal die Leute reinlocken.
00:04:16: Was sind die größten Fehler?
00:04:20: Also das was mich immer komplett verrückt macht ist wenn sie einmal komplett voll geräumt sind mit Ware und dann vielleicht noch von außen mit diversen Sticker beklebt sind.
00:04:30: Das ist dann irgendwo so ein kompletter Overloads und absolut super geil.
00:04:35: also das hat dann nicht mehr viel mit Stil zu tun Und man findet sich dann wahrscheinlich auch gar nicht wieder, weil man einfach zu viel auf einmal hat.
00:04:44: Also das finde ich immer der größte Störfaktor bei den Schaufenstern, weil im Endeffekt was soll es aussagen?
00:04:50: Man möchte vielleicht das ein oder andere Produkt sehen, dass man in diesem Store auch kaufen kann damit ich irgendwie weiß, wer ist es?
00:04:58: und dann ist es ganz wichtig dass ich wahrscheinlich den Namen oder die Marke irgendwo platziert habe.
00:05:04: Und die restliche Gestaltung eben ein bisschen der Marke entsprechend ausführe so das ich mich da wieder finde und weiß wo ich reingehe.
00:05:13: aber sicherlich nicht sag' ich mal diverse kleine Aufkleber noch mit drauf und zwanzig verschiedene Produkte glaube ich macht's auch nicht macht dann auch nicht unbedingt was her.
00:05:25: ja
00:05:28: Ja, auf jeden Fall.
00:05:29: Also wenn ich mir vorstelle oder weißt du vielleicht wie viel Zeit man hat bis man einen, ich sag mal Fußgänger oder Vorbeilaufenden ins Ladengeschäft locken kann?
00:05:41: Ich weiß es zum Beispiel im Marketing bei Social Media da hat man ja wirklich nur maximal ein bis zwei Sekunden um mit seiner Werbung oder mit seiner Ad oder mit seinem Video zu catching.
00:05:53: Wie ist das bei so einem Showroom
00:05:57: auch wahrscheinlich nicht viel anders.
00:06:00: Ich glaube, man muss nur unterscheiden wo man dann ist.
00:06:05: Wenn man jetzt die Altstadt von Wien, Salzburg oder irgendeiner anderen deutschen Stadt nimmt, dann sind ja seit ein ganz anderes Klientel sag ich jetzt mal unterwegs.
00:06:16: Man kennt das, man geht dann einfach... also wir sagen da in Österreich gerne so ein bisschen strandeln und ein bisschen schauen.
00:06:24: Da habe ich vielleicht etwas mehr Zeit.
00:06:26: Wenn ich eine richtige Shoppingstraße hab mit vielen großen Läden, dann gehe ich da schneller durch und ist wahrscheinlich diese Kaufentscheidung noch viel kürzer und es wird wahrscheinlich auch ein bissel zielgruppenabhängig sein.
00:06:42: Wer das ist, ja die jungen Leute heute zu Tage glaube ich.
00:06:44: Da ist gar nicht mehr viel Zeit da, weil sie sind dann noch parallel wenn sie da durchlaufen am Telefon oder gehen überhaupt in Gruppen mit Freunden durch, da ist jetzt nochmal was anderes.
00:06:54: Wenn man ein bisschen ältere Damen und Herren geht, die da entspannternd die Sache rangehen, da hat man vielleicht etwas länger Zeit ist aber wie gesagt auch eine ganz andere Zielgruppe und ein ganz anderer Bereich um diesen Geschäften.
00:07:12: Wenn wir jetzt ein bisschen über das Branding sprechen, also ich sag mal Instore-Branding.
00:07:16: Wie sorgt man denn dafür dass auch so eine Marke im Raum spürbar wird?
00:07:22: und vor allem wie schaffe ich es vielleicht auch mit Printdesign?
00:07:31: Also zunächst einmal muss ich mir ja immer überlegen wer bin ich oder wer ist diese Marke und welche Bestandteile sind mir wichtig.
00:07:44: ganz gravierende Unterschiede, die ja auch bewusst gewählt sind in der Markengeschichte und das ist einmal das wo ich beginnen muss.
00:07:53: Wenn ich da jetzt entsprechende beispielsweise Farbenschriften, Bilder habe, die für meine Marke stehen dann kann ich mir natürlich für den Shop überlegen, wo setze ich das entsprechend ins Szene?
00:08:06: Und wie das können sage ich jetzt mal natürlich im Printbereich Fototabetten sein.
00:08:13: Gerade im Store machen wir auch sehr viel mit Spannrahmen, warum?
00:08:17: Weil es oft auch Saisonen gibt wo man Stoff dann gerne wechseln möchte von Sommer auf Winterkollektion beispielsweise.
00:08:25: aber das sind halt meistens nur einzelne Touchpoints.
00:08:29: sag ich jetzt mal wo dies in Szene gesetzt wird.
00:08:33: Das Gesamtkonzept mache ich natürlich mit einer gewissen Farbwelt und einer gewisse Lichtstimmung.
00:08:40: Stores hat man auch irgendwo in so ein Leitfaden am Boden integriert oder man man schafft bewusst Zonen.
00:08:49: In einem Shop mit Möbeln, mit Farbkonzepten wenn es jetzt ein größerer Store ist wo man eben zum Beispiel auf Männer Kinder Frauen bedient dann habe ich natürlich schon mal eine gewisse Obtrennung von diesen jeweiligen Bereichen und muss das da natürlich auch in die Gestaltung übernehmen und hat wahrscheinlich andere Motive im Männerbereich wie im Damenbereich oder natürlich auch im Kinderbereich.
00:09:16: Was immer sehr witzig ist, wenn man auch irgendwo die Umkleidekabinen mit einbietet ins Design, warum?
00:09:23: Weil einfach der Kunde dort ein bisschen mehr Zeit verbringt wahrscheinlich als wenn er nur durch den Laden geht.
00:09:30: Da haben wir schon ganz lustige Geschichten in diesen Shops gestalten dürfen.
00:09:38: Wir haben beispielsweise, wir klär ich das jetzt am besten.
00:09:41: Ich weiß nicht kennt man vielleicht die Heineckenwerbung?
00:09:45: Die Bierwerbung wo die Damen sich quasi kraschend in ihrem neuen Ankleidetzimmer freuen und dann hört man die Männer im selben Haus kraschen weil es eben einen eigenen Kühlraum gibt mit quasi ausreichend Kühlschränken und heinigen Bier rundherum.
00:10:06: Also so, die Damen freuen sich über dieses wunderschöne Ankleidetzimmer und die Herren um diese wundeschöne Bier Kneipe innerhalb vom eigenen Haus.
00:10:17: Das haben wir mal in einem Shop inszeniert in den Umkleiden und war eigentlich eine ganz erlustige Idee ja.
00:10:26: Das klingt auf jeden Fall gut!
00:10:28: Ich glaube, Fitting Rooms werden ja vor allem auch immer so ein bisschen stiefmütterlich behandelt und ich glaube dass das ja gerade aber auch so ein Ding ist.
00:10:38: Also ich sag mal so einen Moment ist der vielleicht auch für die Kaufentscheidung sehr sehr wichtig ist was meinst du wie gestaltet man sowas richtig?
00:10:49: Ja ich glaub... Man muss natürlich zum Einen die Funktion erfüllen Also diesen Sichtschutz und die Möglichkeit, dass sich da auch wirklich privat umzuziehen.
00:11:00: Das kommt man sowieso nicht drum herum.
00:11:03: Das was mich immer sehr nervt ist wenn es dann nur ganz enge kleine Kabinchen sind wo man sich nicht bewegen kann weil dann ist man eigentlich wirklich dazu angehalten das das ganze eigentlich schnell funktioniert.
00:11:13: ja das kann natürlich für die ein oder anderen Marken auch gut passen dann wahrscheinlich auch sicher Teil von diesen Kaufentscheidungen, wahrscheinlich gerade auch bei günstiger Kleidung sag ich jetzt mal.
00:11:29: Nichtsdestotrotz ist es, gerade wenn ich hochwertige Ware beispielsweise verkaufe, dass auch dieser Bereich irgendwo Teil von diesem Erlebnis wird oder in der Kaufentschaltung und da kann man natürlich schon mit Licht viel machen.
00:11:44: Es gibt nichts Schlimmeres in meinen Augen, einfach das Licht total düster ist, wo dann erst recht nicht... sieht, wie das an einem aussieht.
00:11:52: Also das würde ich meinen ist fast der wichtigste Faktor dort in der Gestaltung.
00:11:57: und was ich immer machen würde ist dass man einfach das Ganze noch ein bisschen ja vielleicht positiv mit Emotionen besetzt.
00:12:05: das ganze Ja durch lustige Sprüche beispielsweise Man kann irgendwie die Spiegel witzig bedrucken damit man auch ein bisschen einen Rahmen noch hat zu dem Ganzen, dass man nicht nur in den kühlen Raum kommt wo man sich umzieht sondern halt einfach auch noch so ein bissel eine Stimmung und darum erzeugt die einen vielleicht die Kaufentscheidung noch erleichtern.
00:12:31: Ich finde auch manchmal tun sie ja wirklich so ganz kleine süße Details.
00:12:35: Es gibt zum Beispiel auch solche Schrifte, mit denen man auf Glas schreiben kann oder auf Spiegel oder was auch immer.
00:12:42: und dann gibt es bei manchen Boutique-Stores oder eben auch bei größeren Marken gibt's dann manchmal diesen Gag das man mit solchen Stiften
00:12:53: z.B.,
00:12:53: so kleine Notes drauf schreibt, sowas wie keine Ahnung... your smile is the best dress you can have oder irgendwie sowas.
00:13:02: Also irgendwie was Süßes, was die Leute ja dann auch wieder posten auf Social Media teilen und so weiter und sofort.
00:13:08: und ich glaube auch dass man mit so ganz kleinen Details einfach die Leute ein bisschen zu lachen oder zum Schmunzeln bringen kann.
00:13:14: und das ist was es wirklich dann auch irgendwie wieder so etwas Sympathisches hat, was einfach oft super unterschätzt wird.
00:13:25: Also ich habe das auch schon mal gehabt, dass beispielsweise eben die Verkäuferin dann einfach den Namen, also meinen Namen auf dem Spiegel geschrieben hat mit einem kurzen Statement dazu.
00:13:35: Und man fühlt sich einfach in dem Moment persönlicher angesprochen ja und auch einfach wie soll ich sagen vielleicht auch unter Anführungszeichen ernst genommen von der Beratung.
00:13:49: die Konzepte, die heutzutage noch auf diese persönliche Beratung setzen.
00:13:54: Die machen das schon richtig weil es einfach ein persönlicher Bezug ist und die Menschen, die in diesen Stores arbeiten ja genauso irgendwo für dieses Erlebnis sorgen.
00:14:03: Das ist nichts anderes als wenn du im Hotel gehst und sowohl die Putzfrau wie der Kellner, der dich im Lokal bedient oder die Rezeptionist einfach Teil des Ganzen ist und für diesen Service Charakter steht.
00:14:18: Ja absolut!
00:14:20: Ich glaube auch, dass gerade saisonale Flexibilität sehr wichtig ist.
00:14:25: Also zum Beispiel das man vielleicht auf den Frühling auch sein technisch eingeht oder eben vielleicht auf Den Herbst, Halloween Weihnachten und so weiter.
00:14:32: Das sind ja auch immer so Themen die wichtig sind.
00:14:36: Die Frage ist natürlich auch mal kann jetzt nicht in jeder Saison?
00:14:38: also ich kann es nicht im Sommer dann anfangen alles runter zu reißen und nochmal für den Herbst neu zu tapizieren sozusagen was kann ich denn aber machen damit ich so bisschen diese flexi Flexibilität habe, mich wirklich auf jede Saison einzustellen ohne dass ich jetzt auch alles komplett mit Deko zustelle.
00:14:59: Ja also wie wir vorhin schon mal kurz gesprochen haben das was wir sehr oft verwenden sind Spannrahmensysteme.
00:15:06: Das ist eigentlich ein Produkt.
00:15:08: das ist damals für den Retail-Bereich erfunden worden sage ich jetzt einfach mal so und das ist im Endeffekt nichts anderes als ein Alurahmen der eine Nut hat und in diese Nut wird das Stoff eingespannt.
00:15:20: Und diesen Stoff kann ich dann beliebig oft tauschen, und das ist eben was... was halt dann mehrmals im Jahr gemacht wird, meistens heute natürlich Weihnachten und wenn der Winter vorbei ist vielleicht noch mal im Frühling.
00:15:35: Ich sage mal so der wirtschaftlichen Lage ist sicherlich geschuldet dass diese Kollektionen nicht mehr ganz so häufig getauscht werden wie früher.
00:15:44: es gibt auch schon viele Jobs die steigen um auf Digital Signage.
00:15:48: das heißt sie verwenden bewusst Monitore und Bildschirme um eben einfach dann diese jeweiligen Werbungen laufen zu lassen in der jeweilige Saison.
00:16:00: wenn man jetzt da Richtung Asien, China und so weiter rüber schaut oder Dubai wahrscheinlich auch schon.
00:16:06: Dann ist die Anzahl dieser Shops mit diesen Systemen arbeiten sicher deutlich höher wie noch in Europa oder Amerika.
00:16:13: Wahrscheinlich immer braucht glaube ich nur an den Times Square im New York denken.
00:16:18: Wie viele Bildschirmen und LED-Screens da schon überall mit Werbung voll sind.
00:16:24: Aber das ist natürlich auch Teil des Markenkonzepts, wie gehe ich es an.
00:16:32: Aber es ist natürlich genauso eine Möglichkeit da entsprechender Saisonalität reinzubringen in die Gestaltung.
00:16:42: Ja auf jeden Fall!
00:16:44: Wir haben jetzt gerade vorher, also vor allem am Anfang der Folge auch natürlich das Thema angesprochen.
00:16:49: Ob sich ich sage mal Kaufentscheidungen durch das Design ja auch beeinflussen lassen?
00:16:54: Jetzt ist natürlich die Frage gerade diesen ROI, also Return of Invest ist ja für viele, ich sag mal, für Jahrleiter auch die entscheidende Frage wie lässt es sich überhaupt in einem guten Store Design messbar machen?
00:17:16: Ich glaube, man muss da unterscheiden was ist es für ein Store?
00:17:20: und ist das eine kleine Einzelpotik?
00:17:22: oder ist es eben irgendwie eine Marke?
00:17:25: die hat entsprechend öfter an verschiedensten Standorten mit einem Shop präsent ist.
00:17:32: Ist es die Einzel-Potik wäre es natürlich sinnvoll vielleicht auch irgendwie einmal so bisschen Feedback persönlich einzuholen?
00:17:44: Weil ich halt nicht hundert Prozent sagen kann, ist das jetzt ein regelmäßiger Kunde oder jemand der halt nur einmal verortet ist weil er da gerade in Urlaub ist oder so irgendwie.
00:17:55: Also da ist es wahrscheinlich vernünftig auch das so abzugreifen.
00:17:59: Außer man kennt vielleicht dann natürlich schon die einen oder anderen Stammkunden.
00:18:06: Anders glaube ich ist es in dem Fall sehr schwierig, weil ich sie eben einfach nicht beurteilen kann.
00:18:11: Die großen Marken sag' ich jetzt mal prüfen ihre Konzepte ja meistens über sogenannte Mockup Stores, lassen die dann nochmal, sag ich jetzt mal mehrere Wochen Monate so laufen und schauen mal was sich da verändert im Vergleich zu einem anderen Shop beispielsweise.
00:18:32: Da ist es ein bisschen einfacher unter Anführungszeichen dieses Konzept mit einem gewissen Erfolgskriterien zu verknüpfen.
00:18:40: Die können oder werden dann auch meistens die Anzahl der Besucher trecken.
00:18:46: Es gibt ja dann immer diese Kundenkarten, meistens bei diesen Geschäften wo man natürlich sieht wie oft nutzt er diese Kundenkarte und in welchen Geschäfte nutzt ihr?
00:18:58: Die vergleichen die Standorte untereinander und prüfen keine Ahnung, ob jetzt in einem Shoppingcenter das Geschäft besser geht.
00:19:06: wie auf ein Einkaufsmeile sage ich jetzt einfach mal so.
00:19:11: Aber das lässt sich halt meistens dann bei diesen ein bisschen besser messen nach einer Zeit als die Einzelpotika.
00:19:19: Und was man heute schon merkt ist dass es ja nicht nur um diese Dinge geht die physisch im Shop passieren, sondern auch die, die dann im Netz und sonst wo passieren.
00:19:32: Und da bin natürlich wenn ich ein cooles Design habe vielleicht ein paar bewusst so Instagramable Spots, wo man sich cool fotografieren kann mit der Ware oder mit dem Hintergrund mit irgendwelchen markenrelevanten Dingen.
00:19:45: Wenn ich sowas vielleicht einbauen möchte Dann sehe ich das ja natürlich auch wie sie das übers Netz verbreitet Im besten Fall.
00:19:54: Also man muss da glaube ich summe einfach das Markenkonzept durchdenken mit seinen verschiedenen Touchpoints oder Berührungspunkten, die der Kunde hat und das als gesamtes Projekt sehen.
00:20:07: Und jetzt nicht nur auf das Einzeldesign.
00:20:09: von einem Sturr dann runterbrechen?
00:20:14: Ja ich weiß absolut was du meinst.
00:20:16: Ich hatte mal... ich war mal in Dubai bei nem Friseur und er hatte sozusagen eine Wand wo er so ein Friseurstuhl hatte und der war von der Glascheibe.
00:20:28: wenn man in den Store reinschaut, war das direkt die Wand.
00:20:33: Also man konnte wenn man vorbeiläuft direkt an diese Wand sehen und da war sozusagen nur fürs Foto.
00:20:38: später, wenn du fertig bist, war dann da dieser einzelne Friseurstuhl und an der Wand waren so zwei riesige Engelsflügel, dass wenn du da saßt, dass du im Hintergrund diesen tollen Engelflügeln hattest und dann deine Haare fertig waren.
00:20:50: Und da haben sie noch immer den Content für ihr Social Media gedreht!
00:20:54: Du könntest dich irgendwie von vorne fotografieren aber auch einfach diesen Friseurschul rumdrehen nur die Haare von hinten sieht und dann eben mit passendem Licht.
00:21:02: Und immer, wenn ich bei diesem Friseur war sind so viele Leute reingekommen, die laufkundschaft waren in dieser Mall und die das halt gesehen haben, wie da diese riesigen Engelsflügel an der Wand sind.
00:21:14: Und die alle sich davor fotografieren lassen.
00:21:17: Das ist natürlich auch nochmal einmal so ein Markenzeichen.
00:21:20: Und zweitens, das interessiert die Leute ja dann auch.
00:21:23: Ich glaube nicht dass er so viel Laufkundschaft gehabt hätte, hätte er diese Wand nicht extra instagrammable gestaltet.
00:21:33: Und es ist natürlich ein wahnsinniger Faktor!
00:21:38: Genau, aber das sind eben genau diese Dinge um die es geht.
00:21:42: Das ist halt auch... Ja was am Ende des Tages, wenn man beim Friseur, weil man möchte sich besser fühlen wahrscheinlich wie vorher mal als froh werden wieder mal paar Haare wegsind oder wenn sie schön geföhnt oder gesteilt worden sind ja und dann bin ich auch bereit im Endeffekt diese tollen Bilder zu machen und das Ergebnis dann zu teilen.
00:22:05: Diese Dinge geht es auch in Zukunft noch viel öfter.
00:22:09: Warum?
00:22:09: Weil einfach viele von diesen typischen Empfehlungsmarketing, das man früher hatte, wo quasi die Oma ihrer Freundin dann noch erzählt hat war toll!
00:22:22: Das findet heute viel öchter über Social Media statt und verändert sich halt einfach.
00:22:30: Und wenn man da mit dem Trend der Zeit geht und diese Dinge ein bisschen berücksichtigt... dann hat man halt viel richtig gemacht.
00:22:38: Ja, absolut und vor allem auch... Ich meine mal braucht sich ja nur mal unsere Bildschirmzeit am Tag angucken wie viele Stunden das teilweise sind am Handy.
00:22:50: also wir sind ja wirklich leider oft also viele von uns mehr als die Hälfte des Tages am Handy vom Bildschirmen.
00:22:59: d.h.
00:23:00: die Welt findet ja für viele von Ja, meistens nur noch online statt und deswegen ist es umso wichtiger dass man eben solche ... solche Showrooms oder solche Eyecatcher Instagrammable was auch immer vielleicht dann doch eben in seiner Boutique so eine kleine Ecke einrichtet damit man da eben solche Fotos machen und später auch im Netz teilen kann.
00:23:26: Also ich glaube das ist wie du gerade schon gesagt hast ja Mund zu Mund.
00:23:29: Propaganda war damals oder Empfehlungen besser gesagt wichtig ist es heute auch, aber ich glaube wirklich diese ganze Onlinewelt und Posten und Social Media ist einfach noch viel wichtiger geworden als davor.
00:23:45: Denise, was ist denn wenn ich jetzt eine kleine Boutique habe?
00:23:48: Und ich hab' jetzt nicht so ein großes Budget.
00:23:50: Ich möchte aber gerne auch so einen schönen Schaufenster einrichten!
00:23:54: Ich möchte mein Design ein bisschen mehr... Ja, ich sag mal, ähm ...ich möchte den Eyecatcher mir einrichten und das wirklich mit dem geringsten Budget.
00:24:02: Was wären deine drei Tipps, mit denen ich erst einmal anfangen
00:24:04: könnte?!
00:24:07: Ja, also wenn man das mal rein auf die Materialebene runter bricht dann ist natürlich der Tapete eines der günstigeren Oberflächen.
00:24:17: Wenn ich jetzt vorhabe dass sich da viel Wechsel immer wieder weiß einfach dass Saison für die Saison wichtig ist dann würde ich trotzdem auf den Spannrahmensystem gehen.
00:24:26: warum?
00:24:27: weil ich den Rahmen im Endeffekt einmal kaufe und die Stoffe dann immer wieder tauschen kann.
00:24:32: Also das wäre jetzt mal rein von der Materialsicht, sag ich jetzt mal der Preisvorteil.
00:24:41: Grundsätzlich kann man glaube ich immer viel Geld sparen wenn nicht was in Ruhe anfangs mal durch überlege Wer bin ich?
00:24:51: Wer ist meine Marke, was ist quasi wichtig.
00:24:54: Bin ich im Hochpreissegment, bin ich im Niedrigpreisegment.
00:24:58: Sind es Kinder sind es Erwachsene?
00:25:01: also wenn ich da einfach mal die Zielgruppen in Ruhe definiere was ist mein Produkt Was möchte ich am Ende des Tages dass der Kunde für Emotionen erlebt mit diesem Produkt?
00:25:11: Also man merkt schon je mehr Zeit man für sein anfängliches Konzept investiert umso mehr Zeit habe ich hinten nachgespart und nur somit natürlich auch die Kosten, weil dann mache ich es einmal richtig.
00:25:23: Ich hab ein konsistentes Konzept, einen durchgängigen Leidfaden für das Ganze und muss somit nicht mehr viel ändern oder tauschen am Ende des Tages.
00:25:37: Und der dritte Tipp?
00:25:38: Was ist ein dritter Tipp?
00:25:44: Ja, ich würde vielleicht auch nicht zu viele verschiedene Professionisten damit reinholen.
00:25:50: Sondern lieber mit einen oder zwei das ganze umsetzen, weil einfach dann die Schnittstellen weniger sind.
00:25:57: Ich muss weniger koordinieren.
00:26:00: Hab weniger ... wahrscheinlich Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Gewerken und kann so wahrscheinlich reibungsloser umsetzten.
00:26:13: Ja absolut!
00:26:15: Ich glaube, das ist genau das was du gesagt hast und ich denke dass es auch vielen da draußen helfen kann.
00:26:22: große Budget haben, aber vielleicht erstmal sich hinzusetzen und dann die ersten Lösungen sich auszuarbeiten.
00:26:27: Und ihr habt auch gehört weniger rumfuschen sondern eher wirklich ein ganzes System machen und das gleich richtig planen damit man dann später nicht irgendwie alles nochmal von vorne machen muss.
00:26:37: Denise was ist denn wenn ich gerade diese Folge höre?
00:26:40: Ich sage Mensch ich wollte sowas schon immer mal machen!
00:26:42: Ich brauch da Hilfe weil ich bin vielleicht nicht so kreativ oder nicht so gut in der Umsetzung oder ich brauche da einfach jemanden der drüber guckt.
00:26:49: wo finde
00:26:51: Du findest uns mit unseren Showroom und unserer Produktion in Leondingen Oberösterreich.
00:26:58: Da stehen wir von Montag bis Donnerstag gerne jederzeit zur Verfügung, sonst komme ich natürlich auch gerne zu dir.
00:27:05: Wir machen uns einen persönlichen Termin aus und schauen uns das vor Ort an oder sonst natürlich gerne jeder Zeit telefonisch oder per E-Mail kontaktieren Und wir machen den Erstkontakt einfach mal so
00:27:19: Ganz genau!
00:27:20: Und wir machen es euch natürlich noch einfacher da draußen.
00:27:23: Wir werden wie immer hier alle Informationen und Kontaktdaten in die Show Notes reinpacken, falls du diese Folge auf YouTube Streams natürlich auch hier in der Infobox, dann bist du mit einem Klick direkt bei Denise und ihrem Team und kannst einfach mal das kostenlose Erstgespräch ausmachen.
00:27:38: Denise ich danke dir für diese tolle Folge und ich freue mich auf unsere nächsten
00:27:43: Super Karo, vielen dem Dank.
00:27:45: Ich freue mich auch schon.
00:27:46: und liebe Zuhörer ich hoffe wir haben euch ein paar coole Insights gegeben über das Retail und ja freue mich natürlich sehr gerne auf eure Anfragen.
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