#54 - Neuroarchitektur: Wie Räume dein Gehirn beeinflussen

Shownotes

🧠 Warum manche Räume dich stressen – und andere dich entspannen

In dieser Folge des Printeriors Podcasts sprechen Carolin Staab und Denise Lang über ein Thema, das die Zukunft von Architektur, Interior Design und Raumgestaltung verändern könnte:

👉 Neuroarchitektur.

Denn Räume beeinflussen nicht nur unser Wohlbefinden.

Sie beeinflussen:

  • unsere Konzentration,
  • unser Stresslevel,
  • unsere Produktivität,
  • unsere Kreativität,
  • unseren Schlaf
  • und sogar unsere Gesundheit.

Was viele als persönliches Empfinden wahrnehmen, ist heute wissenschaftlich messbar.

Gemeinsam sprechen Carolin und Denise darĂĽber:

  • was Neuroarchitektur ĂĽberhaupt ist,
  • wie Licht, Farben und Materialien unser Gehirn beeinflussen,
  • warum Holz anders wirkt als Kunststoff,
  • weshalb Raumhöhe Kreativität und Konzentration verändern kann,
  • und warum Akustik oft unterschätzt wird.

Außerdem erfährst du:

  • warum Blau beruhigt und Rot aktiviert,
  • welche Rolle Tageslicht spielt,
  • wie Lichtbilder Räume positiv beeinflussen können,
  • warum viele moderne Räume neurologisch ungĂĽnstig gestaltet sind,
  • und wie Unternehmen, Hotels, Praxen oder BĂĽros dieses Wissen gezielt einsetzen können.

Eine spannende Folge für Architekten, Innenarchitekten, Designer, Hoteliers und alle, die verstehen möchten, warum gute Raumgestaltung weit mehr ist als schöne Optik. ✨

⏱️ Timestamps

00:00 – Intro & Vorstellung des Themas 01:23 – Was ist Neuroarchitektur? 02:02 – Warum Räume unser Gehirn beeinflussen 03:07 – Wie Neuroarchitektur wissenschaftlich gemessen wird 04:26 – Licht, Stresshormone und Konzentration 05:49 – Warum Blau beruhigt und Rot aktiviert 07:39 – Die Wirkung von Grün auf unser Wohlbefinden 08:24 – Lichtqualität und ihre Auswirkungen auf das Gehirn 10:35 – Intelligente Lichtkonzepte und Biophilic Lighting 11:44 – Warum Naturmotive und Holz so positiv wirken 13:32 – Raumhöhe, Kreativität und Konzentration 15:33 – Akustik und ihre neurologischen Auswirkungen 16:55 – Wie Neuroarchitektur praktisch eingesetzt wird 17:45 – Beispiele aus Hotellerie, Büros und Praxen 18:50 – Die häufigsten Fehler bei der Raumgestaltung 20:11 – Warum unser Gehirn Abwechslung braucht 21:08 – Räume für Gesundheit, Produktivität und Wohlbefinden 22:18 – Abschluss & Fazit

📌 Links & Kontakt: ✅ Design4living - Website ✅ 360 Decoro - Website ✅ Lang+Lang Group - Website ✅ Design4living - Instagram🎧 Fazit der Folge

Räume sind niemals neutral.

Jeder Raum sendet Signale an unser Gehirn.

💡 Licht beeinflusst unsere Hormone. 🎨 Farben beeinflussen unsere Emotionen. 🪵 Materialien beeinflussen unser Wohlbefinden. 🔊 Akustik beeinflusst unseren Stresslevel. 🏢 Raumgrößen beeinflussen unsere Kreativität und Konzentration.

Wer Räume gestaltet, gestaltet deshalb immer auch die Erfahrung der Menschen, die sich darin aufhalten.

Und genau das macht Neuroarchitektur so spannend. 🧠✨

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen im Printierius Podcast.

00:00:03: Der Podcast, der deine Räume mit Persönlichkeit füllt – mein Name ist Karo und ich bin wie Modern Host!

00:00:08: Und heute geht es um etwas das die meisten nicht wissen aber was total wichtig ist und zwar wie Räumel unser Gehirn beeinflussen.

00:00:17: So wir sprechen nämlich heute über Neuroarchitektur die spannende Schnittstelle zwischen Neurowissenschaft und der Raumgestaltung.

00:00:26: Und das ist absolut kein esoterischer Kram, dass eine echte Wissenschaft.

00:00:31: Es gibt Studienmessungen, neurologische Belege dafür, dass Räume unser Gehirn beeinflussen.

00:00:38: Das zwar mess-und nachweisbar!

00:00:42: Warum fühlen wir uns denn in manchen Räumen Wohl und den anderen eher gestresst.

00:00:48: Warum können wir in manchen Räumen konzentriert arbeiten, und den Anderen mal wieder überhaupt nicht?

00:00:53: Das hat alles neurologische GrĂĽnde!

00:00:55: Und das coolste ist – wenn man das versteht wie es funktioniert – dann kann man das Ganze auch ganz bewusst nutzen.

00:01:00: Und das ist genau das was zum Beispiel Profis wie dreihzig Dekor oder Design for Living machen.

00:01:05: die gestalten eben nicht nur schöne Räume sondern Räime die unser Gehirn auch liebt.

00:01:11: Deswegen wĂĽrde ich sagen let's go.

00:01:13: Starten wir mit der Grundfrage, was ist Neuroarchitektur eigentlich?

00:01:18: Einfach gesagt es ist die Wissenschaft, die erforscht wie physische Räume unser Gehirn und unser Verhalten vor allem eben auch beeinflussen.

00:01:27: Also nicht nur emotional, sondern eben auch neurologisch messbar.

00:01:31: Klassische Architektur und Design sagen das sieht schön aus!

00:01:35: Und die Neuroarchitektor sagt Das sieht nicht nur schön aus Es wirkt auch auf unser Nervensystem und auf deine Stresshormon Ausschüttung also auch auf deine Konzentrationsfähigkeit.

00:01:47: Und das ist kein neues Konzept oder so, dass die Forschung dazu gibt es schon seit Jahren.

00:01:52: Aber erst jetzt verstehen immer mehr Menschen und Unternehmen, dass Räume eben nicht egal sind sondern Räumen super super wichtig sind.

00:02:02: Warum beschäftigen sich die Wissenschaftler jetzt eigentlich überhaupt damit?

00:02:07: Na ja ganz einfach!

00:02:09: Der Mensch verbringt etwa neunzig Prozent seiner Zeit in Innenräumen.

00:02:13: Und weil immer mehr Menschen unter Stress, Burnout und Konzentrationsproblemen leiden ist natürlich die Frage naheliegend können Räume das reduzieren oder eben auch verstärken?

00:02:26: Die Antwort ist halte dich fest ja absolut!

00:02:30: Räume beeinflussen unsere Hormonausschüttung und unsere Hirnwellenmuster, unsere Stresslevels.

00:02:38: Und das ist keine Philosophie!

00:02:40: Das ist absolute Neurobiologie.

00:02:44: D.h.,

00:02:45: jeder Raum in dem ich mich aufhalte hat einen Einfluss auf mein Gehirn – und das jeden Tag ständig.

00:02:52: Die meisten Menschen sind sich dessen aber nicht bewusst.

00:02:57: Lichtfarben, Materialien, Raumgröße, Akustik.

00:03:00: All das spricht mit deinem Gehirn!

00:03:04: Jetzt fragst du dich vielleicht, okay Kaua das ist ja ganz interessant was ihr hier erzählt.

00:03:08: aber gibt es da auch wirklich richtige Studien dazu?

00:03:11: Ja die gibt es mittlerweile.

00:03:13: Es gibt sogar eine ganze Forschungslandschaft dazu.

00:03:17: Es gibts das Center for Health and Design in den USA und University of Salford mit ihrer Neuroarchitekturforschung.

00:03:26: Die arbeiten alle mit ich sag mal hochmodernen Methoden und haben echte Erkenntnisse.

00:03:31: jetzt fragst Du Dich vielleicht Okay Aber wie bemisst man denn jetzt auch wie ein Raum unser Gehirn beeinflusst.

00:03:38: Da gibt es verschiedene Techniken, die eine wäre das EEG also Elektro-NC-Palographie, oh mein Gott ich hoffe dass ich das jetzt richtig ausgesprochen habe Das Mist Hirnwellenmuster Und das FMRT, also funktionelle Magnet-Resonanz-Thomographie, zeigt auf welche Hinnareale da auch aktiv werden.

00:04:00: Dann gibt es natürlich noch die Cortisolmessungen, also Stresshormone... Cortisol habt vielleicht jeder von euch schon mal gehört.

00:04:07: Die spielt da auch noch zusätzlich mit rein.

00:04:09: und vor allem auch das Eye Tracking, also wo schaut der Mensch hin?

00:04:15: Und was zieht seine Aufmerksamkeit?

00:04:17: Also ihr seht es wird hier die Hirnwellen werden gemessen dann wird gemessen welche Hirnareale aktiv werden, dann wird dein Stresslevel gemessen und auch noch zusätzlich deine Aufmerksamkeit also durch das Eye Tracking wo schaust du hin?

00:04:33: Und dass in Zusammenspiel gibt natĂĽrlich schon einen wesentlichen Umfang an Datenfakten wie ein Raum unserer Umgebung auf uns wirkt.

00:04:46: Genau.

00:04:46: Und die Ergebnisse sind auch eindeutig, ein Raum mit natĂĽrlichem Licht, mit Zugang zu Naturelementen und guter Akustik produziert messbar weniger Stresshormone als ein fensterloser grauer Raum mit neon Licht.

00:05:02: Das ist also kein GefĂĽhl das sind wirkliche Messwerte.

00:05:05: Es gibt auch Studien zu konkreten Dingen wie zum Beispiel Farben, Licht, Materialien und Studien darüber wie Farben Herzfrequenz beeinflusst wie Deckenhöhe unsere kognitive Fähigkeit beeinflusst und, wie Lärmschutz die Stressausschüttung senkt.

00:05:23: Alles das mit Daten und eben richtigen Messwerten!

00:05:27: Und das ändert natürlich fundamental, wie man Räume gestalten sollte.

00:05:32: Weil sobald du weißt dass Licht jetzt nicht einfach nur hell oder dunkel ist sondern dass es direkt auf dein zirkadianes System wirkt dann planst du ganz ganz anders und dann denkst du auch nicht mehr in schön oder nicht schön sondern in Funktional fürs Gehirn.

00:05:48: Ja, ich wĂĽrde sagen sprechen wir mal konkret ĂĽber Farben.

00:05:52: Warum beruhigt Blau während Rot aktiviert?

00:05:55: Das sind natĂĽrlich immer so spannende Fragen die auf neurologischen Ebenen wirken.

00:06:03: also erstens ist es natĂĽrlich Evolution.

00:06:07: Unser Gehirn hat sich ĂĽber Millionen Jahre entwickelt.

00:06:11: Blau war immer mit Wasser und Himmel verbunden, also Sicherheit und Ăśbersicht.

00:06:17: Rot war Feuer Gefahr Blut vielleicht auch.

00:06:22: Also Aufmerksamkeit und Vorsicht.

00:06:24: diese uralten Muster sind in unserem Gehirnen einfach immer noch aktiv Und das ist nicht gelernt.

00:06:30: Das ist genetisch verankert und das passiert immer unterbewusst.

00:06:35: Wenn du einen blauen Raum betrittst, aktiviert sich dein parasympathisches Nervensystem.

00:06:42: Das ist der Ruhe- und Verdauungsmodus.

00:06:46: Dein Herzschlag wird langsamer, deine Atemfrequenz sinkt und dein Stresslevel fällt.

00:06:53: Wenn du aber dazu einen roten Raum betritzt, passiert genau das Gegenteil!

00:06:58: Dein sympathisches Nervensystem aktiviert sich, also es gibt ein paar Sympathikos und Sympatikus.

00:07:04: Und jetzt sind wir beim Sympaticus.

00:07:05: Also das sympathische Nerven-System das aktiviert Und der Kampf- oder Fluchtmodus aktiviert sich.

00:07:14: Also Adrenalin wird ausgeschüttet und dein Körper stellt sich auf Aktion ein, und das alles passiert automatisch ohne dass du darüber nachdenken musst?

00:07:24: Das ist absolut unbewusst!

00:07:26: Das ist auch warum die Farbe in der Arztpraxis beispielsweise so wichtig ist.

00:07:31: wenn du einen grellenaufregenden Raum hast, ist dein Stress schon vorprogrammiert bevor die Untersuchung ĂĽberhaupt beginnt.

00:07:41: Jetzt fragst du dich vielleicht, was ist eigentlich mit grĂĽn?

00:07:44: GrĂĽn ist interessant weil es beides ein bisschen macht.

00:07:47: Es beruhigt wie blau aber es aktiviert auch leicht.

00:07:50: also grĂĽn ist die farbe der natur.

00:07:52: Natur wirkt auf uns Menschen generell positiv.

00:07:55: Studien zeigen dass grün in räumen und als farbe oder sogar als echte pflanzen Stress senkt und konzentration erhöht.

00:08:05: Und grau Das ist tatsächlich der Neutralisierer.

00:08:09: Also grau wirkt weder aktivierend noch beruhigend, was manchmal gut ist wenn man Ruhe haben möchte ohne gelangweilt zu wirken.

00:08:18: So jetzt haben wir ein bisschen die Farben durch.

00:08:21: lasst uns mal so ein bisschen ĂĽber Licht sprechen.

00:08:24: das ist ja etwas was Menschen immer noch leider Gottes komplett unterschätzen.

00:08:29: viele denken Mehr Licht ist gleich bessere Konzentration.

00:08:33: Das ist aber absolut falsch!

00:08:36: Also, Licht beeinflusst auch unser zirka dianes System.

00:08:40: das ist unsere innere Uhr und diese steuert die HormonausschĂĽttung, die Wachheit, den Schlaf Und das ist natĂĽrlich nicht optimal Ăśberlebenswichtig.

00:08:53: Und wenn du jetzt ganz täglich unter, ich sag mal kaltem, harten Neonlicht sitzt was ja viele von uns tun mit ihren Bürojobs beispielsweise signalisierst du deinem Gehirn es ist mittwach Es ist Mittag bleib wach und das ständig also den ganzen Tag auch wenn's draußen dunkel is und das führt einfach zur überregung zu schlafproblemen und zu burn out.

00:09:18: Was ist jetzt die alternative?

00:09:20: Beispiel, dynamisches Licht kann hier der absolute Game Changer sein.

00:09:27: Zum Beispiel morgens kaltes helles Licht also so fĂĽnftausend bis sechstausend fĂĽnfhundert Kelvin das macht ich wach.

00:09:34: tagsĂĽber neutrales Licht sowas wie dreitausend FĂĽnfhundert bis viertausenden Kelvin und abends warmes gedimmtes Licht zu zwei tausend siebenhundert.

00:09:44: Das bereitet den Körper schon mal auf dem Schlaf vor.

00:09:49: Was viele von euch da drauĂźen machen, ist... Sie sind erst mal noch am Handy vor dem Schlafengehen.

00:09:54: Machen schön ihre Helligkeit hoch haben da die absolute Helligkeit und der Raum ist noch dunkel und strahlen ihr Gesicht an und ziehen sich noch irgendwelche Reels auf Social Media ein usw.. Und was passiert?

00:10:10: Sie sind natĂĽrlich dann immer noch so gehypt und noch wachenerlich, dass das Schlafen dann schwierig wird.

00:10:17: Also auch hier wieder Tipp an euch!

00:10:18: Es gibt auch die Einfohreneinstellung, dass ihr zum Beispiel das iPhone dunkel macht.

00:10:23: Das könnte man tun oder eben einfach auch gucken, dass Ihr am besten gar kein iPhone beziehungsweise gar kein Handy benutzt vor dem Schlafengehen.

00:10:32: So, das war ein kleiner Exkurs.

00:10:34: sprechen wir über die Lichtqualität.

00:10:36: Die ist nämlich auch wichtig.

00:10:38: hartes, flackerndes Neonlicht.

00:10:41: Das stresst das Gehirn.

00:10:44: Weiches diffuses Licht beruhigt er?

00:10:47: Wie nutzt man denn das jetzt praktisch?

00:10:49: Also zum Beispiel sagen wir in einem Büro intelligente Beleuchtung zb LEDs die die Farbtemperatur über den Tag ändern könnte man benutzen kombiniert mit Tageslicht großen Fenstern vielleicht auch mit Lichttherapie Elementen.

00:11:04: es gibt da einige Möglichkeiten.

00:11:06: Oder wir sprechen ĂĽber, jetzt bin ich mir nicht sicher ob ich das richtig abschauspreche.

00:11:11: Aber Bio-Philic Lightning ist Licht, dass die Lichtrhythmen der Natur nachahm und es ist auf unserer Haut unsichtbar.

00:11:20: aber unser Gehirn fĂĽhlt es.

00:11:22: Und ja, auch Leuchtbilder spielen natĂĽrlich eine groĂźe Rolle.

00:11:25: Ein Leucht-Bild oder ein beleuchtetes Bild mit Naturmotiven wirkt auf unser Gehirn wie echte Natur und das beruhigt natĂĽrlich und gibt eher so einen orientierenden Faktor und ist sehr stressreduzierend.

00:11:42: So jetzt haben wir ĂĽber Farben gesprochen, ĂĽber Licht gesprochen.

00:11:46: Jetzt geht es um das Thema natĂĽrliche versus kĂĽnstliche Materialien.

00:11:52: Und ja, Natur habe ich natürlich jetzt schon mehrfach erwähnt.

00:11:56: Es gibt da einen neurologischen Grund dafür warum wir Holz lieber mögen als Kunststoff und zwar nennt sich das Biofilia Hypothesis also Hypothese.

00:12:08: Das ist die Idee dass Menschen eine angeborene Verbindung zu Natur haben.

00:12:15: Wir sind evolutionär für die Natur gemacht und nicht für künstliche Umgebungen Und das wirkt neuronal messbar.

00:12:24: Also wenn du einen Raum mit echtem Holz betrittst, wirst es ein Raum mit Kunststoff.

00:12:30: beides kann optisch identisch aussehen Zeigen aber Messungen, dass der Holzraum deine Stresshormone senkt und deine Konzentration erhöht.

00:12:41: Und jetzt passt auf auch noch die Stimmung verbessert!

00:12:45: Warum ist es so?

00:12:46: Weil Holz eine natürliche Struktur hat, natürliche Farbnosen, natürlichen Wärmestrahlung... ...und unser Gehirn erkennt das auf neurologischer Ebene.

00:12:58: Das ist Natur, das ist sicher, das kennen wir aus der Evolution sendet unser Gehirn diese Signale eben aus und Kunststoff hat diese Signalen nicht.

00:13:09: Das ist auch wichtig beim Printdesign auf Materialien, wenn du ein Naturmotiv auf Holz druckst beispielsweise, hat das natĂĽrlich doppelte neurologische Wirkung da das Material sagt Natur und das Motiv sagt Natur.

00:13:32: So, jetzt zu etwas das immer wieder unterschätzt wird und zwar auch die Raumgröße und vor allem die Deckenhöhe.

00:13:38: Es gibt eine berĂĽhmte Studie von Joan Myers Levy und die zeigt dass hohe Decken aktivieren, aktivierend wirkt auf dein Gehirn.

00:13:52: Es lässt dich in abstrakteren Kategorien denken und das ist jetzt natürlich super, super spannend.

00:13:59: Aber jetzt fragt man sich was machen denn niedrige Decken hingegen?

00:14:03: Ganz einfach, die fördern konzentriertes und fokussiertes Denken.

00:14:08: Das bedeutet für Kreativität brauchst du nicht nur gutes Design Du brauchst auch wirklich physisch höhere Räume also Platz das ist neurologisch nachgewiesend und hohe Decken aktivieren Auch deinen Fluchtinstinkt ein bisschen.

00:14:23: Also du fĂĽhlst dich, ich sag mal freier Unbegrenzter.

00:14:29: das ist eben gut fĂĽr Innovationen und Brainstorming.

00:14:32: Niedrige Decken machen dich konzentrierter.

00:14:36: Die lassen dich nicht abschweifen, sondern du bist fokussierter aber auch ein bisschen angespannt.

00:14:41: also das ist gut für präzise Arbeit vielleicht zum Abarbeiten und für Konzentration Und wie gesagt kreativität.

00:14:48: Raumhöhe Ja Jetzt sprechen wir über die Größe des Raumes.

00:14:52: Also wichtig vor allem im Bezug zu kleinen Räumen.

00:14:58: Da ein Gehirn fühlt sich da eher eingehängt, eher gestresst also dann Stresslevel steigt und zu große Räume ist es so dass dein Gehirnen oft überfordert ist weil es die Distanzen irgendwie verarbeiten muss.

00:15:13: Und es gibt da eine Art Goldlöffel, also ein Raum der gerade groß genug ist.

00:15:19: Um sich nicht eingeengt zu fühlen aber klein genug ist um nicht zu überwältig zu sein und das ist individuell aber es liegt oft bei so drei bis vier Metern Raumbreite.

00:15:33: So sprechen wir ĂĽber Akustik.

00:15:36: Wie wichtig ist Lärm neurologisch?

00:15:39: Also, ich glaube der eine oder andere kann sich schon denken.

00:15:42: Lärme sind ein Riemen großer Stressfaktor.

00:15:46: es triggert das Kampf- oder Fluchtsystem also Fight or Flight System ständig und dein Gehirn denkt Gefahr!

00:15:55: Adrenalin wird ausgeschüttet, den Körper steht unter Dauerstress und besonders irritiert unser Gehirnen.

00:16:03: Ich sag mal unerwartete, unvorhersehbarlärm.

00:16:06: Also ein konstanter Sound auch wenn er laut ist wird irgendwann ignoriert.

00:16:11: aber so zufällige Geräusche das holt immer wieder diese Aufmerksamkeit in sich.

00:16:18: Und das ist oft warum offene Büros so problematisch sind, in offenen Büros gibt es ständig unerwartete Geräusche, wie Gespräche, Schritte, Telefone, denn Gehirn kann sich nie wirklich entspannen und die Konzentrationen sinkt.

00:16:33: einfach messbar!

00:16:35: Der hier hilft die Akustikdesign enorm, also Akustikkanele zum Beispiel Textilelemente.

00:16:42: Richtig geplante Raumteilungen können den Lärmpägen nicht einfach nur senken sondern vor allem auch diese Voraussagbarkeit von Geräuschen erhöhen und das reduziert Stress nachweislich.

00:16:55: so wie nutzt man jetzt dieses Wissen komplett praktisch an.

00:16:59: Wir haben hier ganz viel Theorie reingepackt, aber soweit ich das Ganze jetzt verstehe, dass Raumgestaltung nicht nur ästhetik ist sondern eben auch Neurologie ändert sich natürlich alles in meinem Ansatz.

00:17:12: Das bedeutet... In einem Beispiel ein Hotelprojekt.

00:17:15: früher hätte man vielleicht gesagt es soll elegant und einladend wirken.

00:17:19: Jetzt könnte man sagen der Gast soll rein kommen und er ist vielleicht gestresst von der Reise sein sympathisches Nervensystem aktiviert.

00:17:27: Ich muss einen Raum schaffen, der das parasympathische Nervensystem aktiviert.

00:17:32: also hohe Erholung und Sicherheit.

00:17:35: Das bedeutet jetzt konkret warme Farben indirektes Licht natĂĽrliche Materialien gute Akustik vielleicht ein Naturmotiv als Wandbild Und dass alles spricht.

00:17:47: dann zu deinem Gehirn.

00:17:48: Hier bist du sicher hier kannst erst mal entspannen nach deiner Anreise.

00:17:52: beispielsweise Wenn wir von einem Co-Working Space sprechen, hier braucht man so ein bisschen mehrere Atmosphären.

00:18:00: Wir wollen ja kreativ sein also hohe Denken helles Licht und vielleicht auch belebende Farben.

00:18:06: aber wir brauchen vielleicht auch eine Konzentrationszone mit ruhigem Licht.

00:18:13: ich sage mal Mathe Materialien und auch Akustik Lösungen.

00:18:18: Das ist also nicht WillkĂĽr, das ist wirklich Neurobiologie.

00:18:22: Und wenn wir jetzt nochmal auf dieses Beispiel Arztpraxen zurĂĽckkommen... Da wissen wir Menschen haben Angst!

00:18:28: Wir sind e-Gestress, also Stresslevels hoch.

00:18:31: Also nutzen wir alles was über dieses Nervensystem Wissen Sowas wie brügende Farben, gute Akustik, Naturmotive Warmes Licht oder vielleicht eben sogar Pflanzen Weil das ändert messbar die ganze Patientenerfahrung.

00:18:49: Ja, jetzt natĂĽrlich die Frage vielleicht, die ihr euch stellt wo machen Menschen oder auch Design-Profis Fehler?

00:18:57: Also erstens wenn sie in nur ich sag mal schön denken anstatt wirklich auch funktional fürs Gehirn ein sehr moderner glänzender Raum kann optisch atemberaubend sein aber immer noch neurologisch stressig oder vielleicht eben auch die falschen Farben im falschen Raum.

00:19:19: Ja, sie fehler Nummer zwei.

00:19:20: Sie berĂĽcksichtigen nicht wofĂĽr der Raum gemacht ist also zum Beispiel ein entspannter Sparraum, der aber viel energiegeladener wirkt anstatt...oder viel aktivierender anstelle entspanner.

00:19:34: das funktioniert natĂĽrlich nicht.

00:19:37: Fehler Nummer drei ist, dass das Licht ignoriert wird.

00:19:40: Also ein Raum mit perfekter Farbe und Material aber mit falschem Licht ist natĂĽrlich trotzdem ruiniert.

00:19:46: und Fehler Nummer vier ist ich sag mir mal noch die unterschiedste Akustik also einen optisch perfekten Raum der aber halt-und laut ist es neurologisch ein absoluter Stressor.

00:19:59: Fehler Nummer fĂĽnf.

00:20:00: Sie denken zu Statisch, also ein Raum braucht Dynamik, Variationen Ăśberraschung aber kein Chaos und dann braucht das Gehirn eher, ich sag mal Input, aber nicht diese Ăśberlastungen.

00:20:14: Also einen Gehirnen möchte entdecken, möchte sehen Möchte vielleicht auch ja wie gesagt so ein bisschen überrascht werden Aber nicht überlastet Und es ist ein ganz ganz ganz großer Fehler.

00:20:26: So zum Abschluss Wenn ich jetzt weiß, wie mein Gehirn auf Räume reagiert.

00:20:32: Was ändert das?

00:20:35: Und wenn du mich fragst eigentlich alles... Weil Du wirst viel bewusster!

00:20:39: Du merkst warum fühle ich mich in manchen Räumen unwohl?

00:20:44: nicht weil ich zu sensibel bin sondern weil der Raum neurologisch zu mir spricht und du kannst dich selbst schützen wenn du weißt welche räume dir eben Energie rauben und die dann eben vermeidest oder du versuchst sie zu verändern.

00:21:03: Und als Unternehmer, Designer oder Entscheider kannst intensional Räume schaffen, die Menschen dabei helfen.

00:21:15: Die nicht nur schön aussehen sondern sie wirklich auch eine positive Wirkung haben.

00:21:20: Also Neuroarchitektur ist jetzt nicht wirklich nur Luxus Sondern ich sag mal eine Notwendigkeit weil es geht ja immer um Wohlbefinden das geht an Produktivität und es geht um mentale Gesundheit Und dass ist nichts zu unterschätzen.

00:21:31: Also Räume, die unser Gehirn belasten sind heute wahrscheinlich noch ein viel zu hohes Risiko.

00:21:38: Und Räime, die unsere Gehirnen unterstützen, die sind ein echtes Investment.

00:21:43: und wenn du das verstanden hast – und es für dich umsetzt egal ob das jetzt in privaten ist oder ich sag mal im geschäftlichen Bereich ist, wenn du eine Bar hast, wenn Du einen Geschäft hast, einen Shop, eine Arztpraxis oder vielleicht auch nur ein Beauty-Salon ist das ganz egal.

00:22:02: Es gibt ja immer darum, die richtige Atmosphäre zu schaffen und das richtige Gefühl bei uns Kunden, Patienten oder Gästen wenn wir weder im Privaten sind das richtige Gefühle hervorzurufen dass sich Leute einfach wohlfühlen.

00:22:18: Ich hoffe, dass euch diese Folge gefallen hat, dass ihr einiges mitnehmen konntet habe ich denke schon Und ihr könnt es ja auch gerne mal Fragen stellen.

00:22:29: Ihr könnt das entweder hier bei Spotify in die Kommentare schreiben oder vielleicht auch gerne über YouTube, falls du diese Folge gerade auf YouTube hörst und fragt uns doch einfach mal eure Fragen, die euch beschäftigen zum Interior Design, zum Exterior Design, Zum Digitaldruck egal was ist zu verschiedenen Materialien und wir gehen hier dann natürlich auch immer gerne auf eure Fragen im Podcast ein.

00:22:52: Ja, und falls ihr ein bisschen Hilfe bei der Umsetzung braucht oder vielleicht auch bei der Ideenfindung.

00:22:56: NatĂĽrlich sind hier wie immer die ganzen Links von Design for Living und dreihundertsechzig Dekoro hier bei euch verlinkt in den Show Notes!

00:23:04: Und natĂĽrlich auch in der Infobox auf YouTube.

00:23:07: Da seid ihr mit einem Klick direkt dort könnt euch ein bisschen Inspiration hören wenn ihr Hilfe braucht.

00:23:11: Natürlich auch immer gerne hier beim Team einfach mal eine Anfrage schicken und ein kostenloses Beratungsgespräch ausmachen.

00:23:19: In dem Sinne, ich freue mich auf die nächsten Folgen!

00:23:21: Und das werden bestimmt auch wieder ganz tolle Themen.

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